Archiv für den Monat: Oktober 2013

Kommunaler und regionaler Wandel – Herausforderung für Lebensentwürfe und Institutionen

Mag. Dietmar Blesky, MBA (Unternehmensgründer, Senioconomy® – Die Demographie-Berater)

Der demographische Wandel – Was versteht man darunter?

Der demographische Wandel ist derzeit in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht via Zeitungen, TV, Radio oder Internet mit den prophezeiten Problemen dieser Entwicklung konfrontiert werden. Doch was bedeutet eigentlich „Demographischer Wandel“?

Kurz gesagt: Österreichs Bevölkerung wird älter, vielfältiger und entwickelt sich regional höchst unterschiedlich.

„Älter“ bedeutet, dass sich das Durchschnittsalter in Österreich von heute ca. 41,6 auf geschätzte 47,1 Jahre im Jahr 2050 erhöhen wird.

Mit „Vielfältiger“ ist gemeint, dass sich die Bevölkerung zunehmend aus verschiedenen Gruppen zusammensetzen wird. Diese Gruppen beziehen sich beispielsweise auf die Wahl der Lebensform (Familie, Single, Leben in Wohngemeinschaften etc.), die ethnische Herkunft oder den Lebensstil der Menschen.

Der Beginn dieses Wandels der Bevölkerung liegt bereits Jahrzehnte zurück. Warum wir uns aber erst heute damit beschäftigen, hat mit den  Auswirkungen zu tun. Sie finden zeitversetzt statt und werden nun immer deutlicher spürbar.

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Betriebliche Altersvorsorge

Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte und die Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge – Denkwerkstatt St. Lambrecht, hat sich auch heuer wieder diesem Thema gewidmet. Namhafte Experten sehen in der betrieblichen Pflegevorsorge eine weitere und zusätzliche Möglichkeit die Finanzierung der Altersvorsorge zu entschärfen.

Nach der Begrüßung von Dr. Johannes Martinek und Mag. Wolfgang Hammerer präsentierte Mag. Wolfgang Lehner, Valida Vorsorge Holding dazu eine hochinteressante Modellidee.

Anschließend entwickelte sich dazu eine abwechslungsreiche Diskussion mit vielen Pro und Kontras. Vor allem Dr. Helmuth Ivansits von der Arbeiterkammer Wien und Dr. Dietmar Schuster von der österreichischen Wirtschaftkammer konnten ihr Expertenwissen aus unterschiedlicher Betrachtung deutlich positionieren.

Mit Umsicht und Weitblick moderierte Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Universität Wien, den Abend. Mit dabei waren u.a. noch: VD Dipl.-Math. Axel Hartleib, Victoria Volksbanken Pensionskasse AG, Mag. Dietmar Sedelmaier, VBV – Vorsorgekasse AG.

Betriebliche Altersvorsorge

Die demografische Entwicklung untermauert den Trend der alternden Gesellschaft. Steigende Lebenserwartung und die sinkenden Geburtenzahlen führen zwangsläufig zu Finanzierungsproblemen im Pensions- und im Pflegesystem.

LAM 18.6.2013 050

Dr. Johannes M. Martinek, Mag. Wolfgang Hammerer (WdF), VD Dipl.-Math. Axel Hartleib, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Dr. Helmuth Ivansits, Dr. Dietmar Schuster, Mag. Wolfgang Lehner, Mag. Dietmar Sedelmaier

Ausreichende Berücksichtigung der “unbezahlten Arbeit“ der Eltern anstatt der heutigen Hinterbliebenenpensionen – ein Weg zu angemessenen Eigenpensionen für alle Frauen

Herbert Vonach, geb. 1931,  Physiker, o.Univ.Prof. für experimentelle Physik an der Universität Wien 1974-1992, 1997- 2010 Obmann des Freiheitlichen Familienverbandes Österreichs, in dieser Zeit politisch und wissenschaftlich tätig auf den Gebieten wirtschaftliche Lage der Familien und Bevölkerungsentwicklung in Österreich. Dazu Veroffentlichungen ” Fairer Leistungsausgleich zwischen Familien und Kinderlosen – Grundlage einer geburtenorientierten Familienpolitik”,  “Vergleich der durchschnittlichen  Stundenverdienste von Müttern und kinderlosen Frauen in Österreich”, 

“Ausreichende Berücksichtigung der “unbezahlten Arbeit” der Eltern anstatt der heutigen Hinterbliebenenpensionen – ein weg zu angemessenen Eigenpensionen für alle Frauen”, alles in Zeitschrift Sozialer Fortschritt.    

 

Zusammenfassung:

Es wird gezeigt, dass eine ausreichende Berücksichtigung der vorwiegend von Müttern geleisteten „unbezahlten Familienarbeit“ und damit ausreichende Eigenpensionen für alle Frauen durch eine kostenneutrale Pensionsreform erreicht werden können. Dazu ist es notwendig, einerseits den „Wert“ der Kindererziehungszeiten für die spätere Pensionshöhe so zu erhöhen, dass Kinder im Mittel nicht mehr zu Pensionsverlusten führen, die oft unterschiedliche Beteiligung der Ehepartner an der allgemeinen Hausarbeit durch einen sog. Versorgungsausgleich zu berücksichtigen und auf entbehrliche Hinterbliebenenpensionen zu verzichten. Die Kosten bzw. Einsparungen durch diese Maßnahmen werden berechnet und ein konkretes Modell für eine solche Reform vorgeschlagen.

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